Für das städtische Blasorchester ging es ganz nach oben – Jahreskonzert des Städtischen Blasorchesters am 22.11.2025

Unter dem Motto „Oben“ präsentiert das Städtische Blasorchester in seinem Jahreskonzert eine erhebende Auswahl an Werken rund um Himmel, Höhenflüge und fantastische Weiten. (Foto: Alexander Mattes)
Am Samstagabend lud das Städtische Blasorchester Tuttlingen zum Jahreskonzert in die Stadthalle ein. Von traditionell bis modern arrangiert, ging das Programm hoch hinaus.

Mit „Supercalifragilisticexpidalidocius“ aus Marry Poppins stimmte das Blasorchesterle der Städtischen Musikschule die Zuhörer auf einen fulminanten Konzertabend ein. Das Einstiges-Ensemble für Blasinstrumente besteht aus Musikern ab einem Alter von neun Jahren. Dirigiert wurden die jungen Musikerinnen und Musiker an diesem Abend von Filipe Nicodemos.

Nach dem „Majestic March“ gab es als Zugabe noch den von Martin Stöckel arrangierten „Bläserblues“. Anschließend folgte das Jugendblasorchester unter der Leitung von Slawomir Moleta. Sie gaben Stücke aus „Drachenzähmen leicht gemacht“ und dem Disney-Klassiker und Programmnamensgeber „Oben“ zum Besten. Die letzten beiden der vier Stücke spielten sie zusammen mit den Musikanten des Städtischen Blasorchesters.

„Das ist nicht nur logistisch beeindruckend, immerhin sprechen wir von 90 Musizierenden auf der Bühne, sondern auch musikalisch ein besonderes Bild“, sagte Moderatorin Janika Mägerle.

An der Querflöte begeisterte Solistin Leni Schneider-Strittmatter. (Foto: Alexander Mattes)

Nach einer kurzen Umbaupause betraten dann die Mitglieder des Städtischen Blasorchesters die Bühne. Auch ihre Stücke waren ganz an das Motto des Abends: Oben angelehnt. Der Abend war eine musikalische Reise von den Nordlichtern aus „Aurora Borealis“ bis zu Alien-Invasionen in „Independence Day“.

In dem „Concerto for Flute“, von dem der zweite und dritte Satz präsentiert wurde, wurde die Flöte als das in der Tonlage höchste Instrument hervorgehoben. Solistin Leni Schneider-Strittmatter an der Querflöte begeisterte die 540 Zuhörer mit einem fast 15-minütigen Solo, bestehend aus hohen Tönen und vor allem schnellen Passagen.

Das Blasorchsterle der Städtischen Musikschule Tuttlingen unter der Leitung von Filipe Nicodemos. (Foto: Alexander Mattes)

Der Rest des Orchesters übernahm bei diesem Stück lediglich die Begleitung. Mit dem Fliegermarsch fand auch ein traditioneller Marsch seinen Weg in Programm. Hier war wieder das komplette Ensemble gefragt. Anschließend ging es wieder über die normale Flughöhe hinaus. Bei Beethovens „Mondschein Sonate“ glänzte Klaus Gerach als Solist am Flügelhorn. Nach „Flyin‛ to the Skies“ zeigte bei Michael Jacksons ‚Thriller‛ noch einmal Leni Schneider-Strittmatter ihr Können.

Zum Abschluss brachte das von David Krause geleitete Städtische Blasorchester mit „Fly me to the moon“ noch einmal eine gute Portion Swing in die Stadthalle. Das Publikum dankte mit lange anhaltendem Applaus für diesen rundum gelungenen Abend – und das exzellente Können der Musikerinnen und Musiker.

Quellennachweis:
Der Originalbeitrag wurde am 23.11.2025  im Gränzbote veröffentlicht.

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