Klanggewalt aus Film und Gaming-Welten

Ein großartiges musikalisches Klangerlebnis aus der Welt der Film- und Spielmusik haben drei Formationen als riesiges Gemeinschaftsprojekt geschaffen.

Die Chöre Wireless und Cantutti gemeinsam mit dem Städtischen Blasorchester Tuttlingen auf der Bühne. Zusammen boten sie ein beeindruckendes Konzert. (Foto: Bettina Fillinger)

Unter der Leitung von David Krause begeisterten die Chöre Wireless und Cantutti gemeinsam mit dem Städtischen Blasorchester Tuttlingen mit ihrem Programm „Winds & Voices“ das Publikum in der voll besetzten Stadthalle.

„Musik ist das, was uns verbindet“, stellt Moderator Norman Graf zu Beginn die gemeinsame Leidenschaft der insgesamt 140 Freizeit-Musiker und Musikerinnen dieses beeindruckenden Projektes vor. Und zusammen präsentieren sie einen unglaublichen Gesamtklang aus Bläsern und Stimmen.

Die musikalischen Leiter David Krause (SBO), Uli Groß (Cantutti) und Alexander Schirmere (Wireless) wurden geehrt. (Foto: Bettina Fillinger)

Ihre musikalischen Gegensätze und Gemeinsamkeiten spiegeln sich auch in der Auswahl des Programms wider –weltbekannte Filmmelodien treffen auf Melodien, die vor allem Spielern von Videogames bekannt sind. Schwung- und energievoll geht es gleich zu Beginn los mit dem Marsch aus dem Film „Superman“, ruhig und getragen das Motiv aus den „Tributen von Panem“, „The Hanging Tree“, mit voluminöser Stimme vorgetragen von Lorena Luis Strohm.

Mit dem Einsatz der Chorsänger erleben die Zuschauer schon jetzt den herrlichen Gesamtklang von Stimmen und Orchester, dem musikalischen Ausdruck von Heldentum und Widerstand, wie Moderatorin Sara ausführt. In der Hommage an Ennio Morricone werden alte Western wieder lebendig, von den Musikern mit Spielfreude und Leidenschaft präsentiert, während der Chor den weltbekannten Melodien ihre ganz besondere Tiefe verleiht. Egal, ob Schmerz und Trauer in der „Hymn to the fallen“ aus Steven Spielbergs „Der Soldat James Ryan“ oder das Gefühl von Verlust, Würde und Herkunft im Titel „Dry your tears Africa“ (Amistad), wunderbar ergänzen sich Blas- und Rhythmus-Instrumente und Stimmen.

Mit ihren beeindruckend hellen, klaren Sopranstimmen stellen Christiane Irle, Lisa Beck, Miriam Holtmann und Lisa Ruhl die Welt der „Alice im Wunderland“ vor. In die Welt des Videospiels „Civilisation IV“ entführt das SBO und drückt musikalisch den Wunsch nach Fortschritt, Neugier und Aufbruch aus – mit dem mitreißenden, kraftvoll-rhythmischen „Baba Yetu“ und einem begeisternden Andreas Burkert als Krönung.

Sabrina Stehle war eine der Sängerinnen. (Foto: Bettina Fillinger)

Dramatisch geht es nach der Pause weiter in die Welt der nordischen Götter und gewaltigen Schlachten – Orchester und Stimmen lassen mit monumentaler Kraft die dunkle Welt von „Thor“ musikalisch erklingen. Solistin Verena Wenkert wird als „Eiskönigin“ in ihrer Hymne auf die Freiheit gefeiert: „Lass jetzt los“. Stimmgewaltig und mit Singfreude bringen Marina Mattes, Alica Morales und Saskia Lenhardt den Schulchor aus „Sister Act 2“ auf die Bühne.

Und für ihren großartigen Gesang im weltbekannten „Think“ aus dem Film Blues Brothers werden Solistinnen wie Orchester gleichsam gefeiert. Kaum zu toppen sind die musikalischen Darbietungen von Andreas Burkert, Bläsern und Chor in „Purple Rain“ sowie dem mitreißenden Finale aus dem Musical „Hairspray“, grandios: Saskia Lenhardt und Anna Sattler.

Und doch, mit ihren beiden Zugaben „For good“ aus dem Film „Wicked“ und dem erneuten „Sogno di volare“ aus „Civilisation VI“ schaffen Orchester und Chor einen fulminanten Abschluss dieses wunderbaren Abends, für den nicht zuletzt die musikalischen Leiter David Krause (SBO), Uli Groß (Cantutti) und Alexander Schirmere (Wireless) geehrt werden.

Quellennachweis:
Der Originalbeitrag wurde am 03.05.2026  im Gränzbote veröffentlicht.

https://www.schwaebische.de/regional/tuttlingen/tuttlingen/klanggewalt-aus-film-und-gaming-welten-4535136